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Baby

geboren am 01.11.1998 als Stivy von der Birkenallee

-    ist ca. 32 cm hoch, 50 cm lang

 

-    hat einen Brustumfang von 58 cm

-    hat riesige Pfoten

-    hat einen sehr kräftigen Körperbau

 

-    hat ein für seine Größe enormes Gebiss, einen sehr kräftigen Kiefer

 

-    hat deutlich mehr Kraft, Temperament und Ausdauer als ich mir, von großen und

 

     Riesenhunden verwöhnt, vorstellen konnte

 

-    wog 8,6 kg als er zu mir kam

-    hatte mit 9,2 kg meiner Meinung nach sein optimales Gewicht

 

-    graust’s vor nichts und Respekt ist für ihn ein Fremdwort

-    ist ein ganzer Kerl und immer für eine Überraschung gut

 


 

Wegen seiner eher geringen Größe und dem süßen Gesicht werden Hunde wie der Westhighland White Terrier oftmals zweckentfremdet. Anstatt sich zu informieren unterstellt man ihm ein Schoßhund zu sein, keine Erziehung und so gut wie keinen Auslauf zu benötigen. Von manchen Leuten hörte ich schon die Vermutung dieser arme Kerl könnte gar nicht weit laufen. Also anscheinend der richtige Hund für Kinder und eine kleine Stadtwohnung. - Ja, für Kinder als Spielgefährte, jedoch nicht als Spielzeug!


 

Das Problem ist:

 

Der WHW Terrier und so mancher seiner Leidensgenossen braucht sehr viel Auslauf, artgerechte Beschäftigung und eine äußerst konsequente Erziehung.

 

Ein Schoßhund ist er gewiß nicht. (Das wäre schon unter seiner Würde.)


 

Der Bursche joggt einen Kilometer nach dem anderen. Müdigkeit scheint ihm fremd zu sein. Es ist immer wieder beeindruckend wie sich dieser Hund im Gelände bewährt (Jeep). Wenn andere unsicher stehen bleiben rennt er weiter und hat noch großen Spaß dabei. Angst kennt er nicht. Ist ihm etwas doch mal nicht ganz geheuer sieht er sich die Sache an und entscheidet danach selbst was zu tun ist. Sehr interessant ist es zu sehen wie er auf einer vereisten Schneedecke vorwärts kommt. Auch auf purem Eis weiß er sich zu helfen. Mitunter arbeitet er mit Gewichtsverlagerungen und/oder benutzt seine mächtigen Krallen. Diese scheint er einziehn zu können wie eine Katze. Selbst wenn man ihn sonst immer trippeln hört schleicht dieser Hund geräuschlos auf jedem Untergrund.  Höchst konzentriert bahnt er sich so seinen Weg. Viel Spaß beim Versuch ihm zu folgen!

 

Dieser Hund ist absolut selbständig, wird niemals blind gehorchen, sich niemals hinter Herrchen verkriechen, sondern seine Angelegenheiten selbst regeln. Man muß schon aufpassen, dass er nicht auch Herrchens Probleme löst, was er sich nämlich nicht so einfach ausreden lässt.

 

 

Wenn andere, oft viel größere Artgenossen unsicher oder gar in Panik sind, springt Baby ein paar Meter vor und sieht nach was los ist.


Nachdem er sich an ‚seinen Menschen’ gewöhnt hat und ihn möglichst auch mag entwickelt er einen durchaus ernst zu nehmenden Schutztrieb. Es sollte sich Herrchen gegenüber keiner im Ton vergreifen. Das versteht dieser Hund als ernsthafte Bedrohung und wird es nicht dulden, sondern sich vor seinem Menschen auf die Hinterbeine stellen und ihn beschützen. Koste es was es wolle. An ihm kommt keiner vorbei, auch wenn es sich mancher kaum vorstellen kann und vielleicht in diesem Moment über meine Zeilen lächelt.

Wir hatten eine solche Situation. Allen Drohungen unseres Gegenübers zum Trotz blieb mein Hund standhaft und fletschte beeindruckend sein nicht zu verachtendes Gebiss.

 

Der Angreifer fauchte er würde sich von einem Hund dieser Größe nicht aufhalten lassen. Nach ein paar Minuten des Drohens zog er es dann doch vor zu flüchten.


 

Mein Hund sieht sich als Verteidiger und greift selbst nicht an. Zumindest beim Menschen! Hier sind auch nur die Hände wichtig. Das wird er wohl früh gelernt haben. Also die  Hände auf den Rücken, dann passiert nichts.

 

Dieser Rat gilt nicht für Leute, die es nicht gut mit uns meinen ;-)



 

 


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