Sie sind hier: Wie alles begann
Nun haben Sie Westie-Baby mal ein wenig kennengelernt.
So ist es wohl an der Zeit seine Geschichte zu erzählen. Die Geschichte eines Hundes, der lieblos als Kinderspielzeug gehalten und ebenso lieblos hier abgeliefert wurde. Zweck erfüllt und weggestellt wie ein altes Möbelstück.
Was ich über Babys Kindheit weiß beschränkt sich auf Erzählungen. Ich möchte keinem zu nahe treten und nichts behaupten das nicht der Wahrheit entspricht. Doch kann ich nur erzählen was mir erzählt wurde.
Es war wohl so, dass zwei kleine Kinder unbedingt einen Hund wollten. Doch die Mutter hatte kein Interesse. Irgendwann gab sie dann nach und erfüllte ihren Kindern, von denen eines sehr fett* und schwer* sein soll, diesen Wunsch.
*Wichtig, das sehen Sie gleich.
Kein Wunder, dass es dann ein WHW Terrier sein mußte. Sieht man sein süßes Gesicht doch überall in der Werbung für Hundefutter, -versicherungen, -zubehör.
So wurde also ein Hundekind gekauft und den Menschenkindern als Spielzeug ausgeliefert.
***!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!! * SIE RITTEN AUF IHM * !!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!***
Was noch mit dem armen Kerl angestellt wurde möchte ich nicht so genau wissen.
Jedenfalls war das Hundekind nach kurzer Zeit für die Menschenkinder uninteressant geworden. Man versuchte das teure Tier wieder teuer los zu werden.
Leider hat das nicht funktioniert, genau so wenig wie irgend etwas anderes, das mit dem Hund zu tun hat. Es wurde absolut alles versäumt und falsch gemacht. Hat ja auch keinen interessiert. Ist doch nur ein Hund.
Doch, zwei Menschen hat es interessiert. Ein junger Mann hatte Mitleid und ging ein paar Mal mit dem Hund spazieren.
Eine nicht unbedingt zart besaitete junge Frau ließ verlauten der Hund täte ihr unendlich leid und müsse sofort dort raus.
Als Baby dann 11 ½ Monate war kam er zu mir, praktisch zum zwischenlagern. Geld gab es nicht für einen Hund in einem solch erbärmlichen Zustand:
Baby
- zitterte am ganzen Leib
- klapperte nahezu pausenlos und laut hörbar mit den Zähnen
- war total verdreckt und hoffnungslos verfilzt
- hatte blutigen Durchfall
- ´s kleines Dingelchen da unten war schwer entzündet
- war in geschlossenen Räumen ein höchst aggressives, schwer zu liebendes
zähnefletschendes Ungeheuer
- wusste nichts von der Welt, da er nur wenige Male raus gekommen war
- war Dauergast beim Tierarzt, weil er versuchte die Welt zu entdecken
- war nicht wirklich stubenrein
- endlich mal ruhiger, wurde von einer Sekunde zur anderen extrem nervös, absolut
unansprechbar, zappelte planlos oder wurde stocksteif. Letzteres meist beim Versuch ihn
anzufassen, ihn zu retten, zu beruhigen. Er starrte dabei hilflos Löcher in die Luft, nahm
vermutlich nicht mehr wahr was mit ihm und um ihn herum geschah.
- war mit 11 ½ Monaten seelisch und körperlich am Ende!
- hatte ein altes, zu knappes Halsband
- hatte kein Spielzeug, kein Bettchen, kein Futter, keinen Napf
- graust’s vor nichts, doch er hat Angst vor Staubsauger, Fliegenklatsche und lauten
Menschenstimmen.
- wollte ich in gute Hände vermitteln
- war unvermittelbar
- holte bei mir seine Kindheit nach (→ Baby)
- ist seit seinem 5. Lebensjahr ein sehr kranker, sehr teurer Hund
-
!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!! Kaputter Rücken !!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!
- bekommt nach zweieinhalb Jahren Cortison und 1,6 kg Gewichtszunahme teure
Nahrungsergänzungen, die seine ebenfalls teure Krankenversicherung nicht bezahlt.
→ Er kann wieder laufen und hat abgenommen!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!